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Beschreibung
Vitamin B12 wird meistens im terminalen Ileum absorbiert. Für die Aufnahme ist ein Transportprotein, der so genannte Intrinsic Factor, notwendig. Dieser Faktor wird in der Magenschleimhaut produziert und ist bei der so genannten A-Gastritis vermindert, so dass sich als Folge ein Vitamin-B12-Mangel ausbilden kann. Bei Darmerkrankungen (Morbus Crohn) oder nach Resektionen von terminalen Ileum oder des Magens kann die Substitution des Vitamin B12 nötig sein.
Chemische Struktur
Bei dem Vitamin handelt sich um eine organometallische Zusammensetzung mit einem dreiwertigen Kobalt-Ion, umschlossen von einem Corrin-Ring. Seine chemische Struktur wurde von Dorothy Crowfoot Hodgkin bestimmt.
Aufgabe/Funktion
B12 hat zwei Hauptaufgaben im Körper. Es wird im Knochenmark zum bilden der roten Blutkörperchen und im Nervensystem benötigt. Zudem ist es an der Synthese der RNA und DNA. beteiligt.
Vorkommen
Der Mensch kann das Vitamin bei einer 100%ig intakten Darmflora mit Hilfe von Milchsäurebakterien (Laktobazillen) aus Kobalt im Dünndarm synthetisieren. Zudem wird es im Dickdarm hergestellt, geht daher aber meist mit dem Stuhl verloren.
Zudem kommt es in tierischen, milchsauer vergorenen oder fermentierten Nahrungsmitteln sowie in Algen vor.
Die Theorie, das dieses Vitamin auch von Bakterien auf Pflanzen hergestellt wird, ist leider nicht bewiesen.
Es wird in der Leber gespeichert.
Bedarf
Der tägliche Mindestbedarf beträgt ca. 3 Mikrogramm. Ein Mangel an Vitamin B12 entwickelt sich sehr langsam, bei völligem Stopp der Zufuhr in der Regel erst nach zwei bis drei Jahren, da der Körper das Vitamin über längere Zeit in der Leber speichern kann.
Mangelerscheinungen (Hypovitaminose)
Bei einem Mangel an Vitamin B12 kann es zur Perniziösen Anämie (Perniziosa), einer Erkrankung des Blutbildes und zur funikulären Myelose kommen.
Folgen einer Überdosierung (Hypervitaminose)
Bisher keine bekannt.
Vitamin B-Gruppe
Hier handelt es sich um eine Sammelbezeichnung wasserlöslicher Vitamine, unterschiedlicher, chemischer Zusammensetzungen. Außer den eigentlichen B-Vitaminen, wie B1 Thiamin, B2 Riboflavin, B6 Pyridoxin und B12 Cobalamin rechnet man noch Biotin, Folsäure, Nicotinsäure und Pantothensäure hinzu. Die Gruppe der B-Vitamine kommt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Ohne die Faktoren der B-Gruppe laufen fast keine biochemischen Prozesse im Körper ab. Vitamine der B-Gruppe stellen keine einheitliche Klasse dar. Sie sind chemisch und pharmakologisch völlig verschiedene Substanzen. Einzelne B-Vitamine kommen in der Natur niemals isoliert vor. Aus diesem Grund wirken sie in der Regel auch im Verbund.
Geschichte
Entdeckung des Vitamin B12: 1926
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